Bei Solaranlagen an abgelegenen Orten fernab vom Stromnetz sowie bei Hybrid-Systemen sind die Solarbatterien besonderes wichtig und sollten sorgfältig ausgewählt werden. Die Auswahl muss auf die angestrebte Stromnutzung angepasst werden. Eine falsche Entscheidung könnte sich negativ auf die Lebensdauer der Batterien auswirken, was wiederum Ihre Kosten steigern würde. Auch die Leistung der Solaranlage wird durch falsche Solarbatterien gemindert. Sie merken: Das Thema ist wichtig! Hier also mehr dazu.

Kapazitätsberechnung

Sie müssen wissen, wie viel Leistung Sie brauchen, um zu berechnen, wie viele Batterien welcher Art Sie benötigen. Dazu müssen Sie zunächst die Energiemenge berücksichtigen, die Sie nach einem normalen Produktionstag speichern müssen. Dann müssen Sie die Anzahl der Tage ohne optimales Sonnenlicht berücksichtigen, um zu wissen, wie viel Energie über ein Jahr gespeichert werden muss. Bei der Berechnung ist neben der maximalen Entladetiefe auch die Betriebsspannung der Solaranlage zu berücksichtigen. Das Ergebnis ist eine Berechnung, die in etwa so aussieht:

C : Kapazität insgesamt pro Stunde in Ampere

N: Die Anzahl der Tage mit unzureichender Sonneneinstrahlung. In Frankreich sind das etwa 5 Tage Batteriereservezeit.

D: Der tägliche Energiebedarf, ausgedrückt in Wattstunde/Tag (Multiplizieren Sie einfach die Leistung jedes Ihrer Geräte mit seiner täglichen Betriebszeit und addieren Sie die Ergebnisse)

U: Batteriespannung

L: Maximale Entladetiefe

C = (DxN)/(LxU)

Auf Batterien wird die Kapazität mit C angezeigt.

Die Auswahlkriterien

Nun wissen Sie, wie Sie die Kapazität berechnen können. Es gilt aber noch weitere Kriterien bei der Auswahl der Batterien zu beachten:

  • Anzahl der Entladezyklen und Kapazität: Solarbatterien sind auf eine große Anzahl von Lade-/Entladezyklen ausgelegt, da sie Ihre Elektrogeräte versorgen, wenn Ihre Solaranlage dazu nicht mehr in der Lage ist - und das ist regelmäßig der Fall (nachts, bei schlechtem Wetter). Daher ist es notwendig, auf die Anzahl der Zyklen, die Ihre Batterien aushalten können, sowie auf die Entladekapazität zu achten: Tatsächlich können sich die Batterien bei längerer Zeit ohne Sonnenlicht über 80% entladen. Außerdem ist es besser, Batterien zu bevorzugen, die mehr als 300 Zyklen und eine große Entladung aushalten.

  • Gute Ladeleistung und Ladeakzeptanz: Solarstrom ist wertvoll, um ihn nicht zu verschwenden, ist es besser, Batterien mit guter Ladeleistung und Ladeakzeptanz zu wählen.

  • Die geringstmögliche Selbstaufladung: immer, um Ihre Energie nicht zu verschwenden.

  • Wartung: Die meisten Batterien sind wartungsfrei, da sie mit der VRLA-Technologie ausgestattet sind (ausgestattet mit einem Sicherheitsventil, das bei Überladung den Druck ablassen kann) und keine Zugabe von Flüssigkeit erfordern. Einige offene Blei-Säure-Batterien hingegen erfordern eine regelmäßige Füllstandskontrolle, ein eher gefährlicher Vorgang.

Die verschiedenen Batteriearten

  • Offene Flüssigbatterien: billiger, müssen aber regelmäßig gewartet werden (Wasserzusatz), was zur Gefahr von Säureverbrennungen führen kann.

  • Versiegelte Batterien: Versiegelte Batterien vermeiden diese Art der Wartung. Sie werden unter bestimmten Bedingungen auch eher empfohlen, insbesondere wenn die Batterien in einem Raum mit geringer oder gar keiner Belüftung gelagert werden und/oder die Gefahr des Einfrierens besteht. Es gibt zwei Arten von ihnen:

    • AGM-Batterien: Aufgrund ihres geringen Innenwiderstandes halten sie hohen Lade- und Entladegeschwindigkeiten stand. Sie haben eine relativ lange Lebensdauer.

    • Gel-Batterien: Sie unterstützen keine hohen Lade- und Entladegeschwindigkeiten aufgrund des hohen Innenwiderstandes. Andererseits sind sie für Tiefentladungen geeignet.

  • Li-Ionen-Akkus: Eine neue Generation von Akkus. Sie bieten vielversprechende Leistung, einschließlich einer geringen Selbstaufladung.