Vielleicht haben Sie bereits unseren Beitrag zum Thema Pflege und Wartung von Solar-Wechselrichtern gelesen. Mit der richtigen Pflege können Sie die Lebensdauer Ihrer Wechselrichter bei optimaler Leistung steigern. Diese Woche möchten wir uns dem gleichen Thema widmen, diesmal mit einem weiteren wichtigen Bestandteil einer jeden Solaranlage: den Solarmodulen.

Genauso wie Ihre Wechselrichter benötigen auch Solarmodule eine regelmäßige Pflege, um sich so lange wie möglich den höchsten Umwandlungswirkungsgrad zu sichern. Manche Module werden aus speziell behandeltem Glas hergestellt, welches weniger häufig gereinigt werden muss. Der Regen übernimmt auch meistens die Reinigung Ihrer Anlage! Dennoch sollten Sie Ihre Anlage einmal im Jahr einer gründlichen Reinigung unterziehen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sich der Reinigungsbedarf erhöhen.

Die Module reinigen

Die meisten Hersteller empfehlen eine jährliche Reinigung. Hier sollten Laub und grobe Verschmutzungen von den Modulen und deren Rahmen. Außerdem sollte Staub mit Wasser entfernt werden.

Sollten Sie Ihre Solarmodule allerdings in einem Winkel > 15° installiert haben verringert dies das Verschmutzungsrisiko. Sie können die Anlage seltener reinigen, sollten allerdings nicht auf eine regelmäßige Sichtprüfung verzichten. Bei einem geringeren Winkel sollten Sie die Anlage alle 2 bis 3 Jahre reinigen

Nur in manchen Fällen empfiehlt sich eine regelmäßigere Reinigung:

  • Solaranlagen auf Fassaden mit Brise-soleils

  • bei größerem Vogelaufkommen in der Nähe der Solaranlage

  • Bei Solaranlagen in der Nähe von Agrarflächen oder an der Küste

  • Bei Solaranlagen in Schienennähe oder in der Nähe von Unternehmen mit einem hohen Schadstoff-Ausstoß bzw. Ausstoß an Chemikalien

Sichtprüfung

Wir empfehlen eine jährliche Sichtprüfung, bei welcher verschiedene Bereiche der Solaranlage auf eventuelle Schäden und Störungen inspiziert werden. Diese Punkte sollten regelmäßig überprüft werden:

  • Überprüfen Sie den einwandfreien Zustand des Glases

  • Versichern Sie sich, dass keine Delaminierung aufgetreten ist, d.h. dass die Oberfläche der Solazellen unverändert ist.

  • Versichern Sie sich, dass kein Abfall auf der Solaranlage liegt

  • Überprüfen Sie den Zustand des Montagesystems

  • Achtung bei Moos und sonstigen Gewächsen. Auf und um die Solaranlage sollte nichts Schatten auf die Solarmodule werfen (etwa ein kleines Bäumchen).

Und das Schneeräumen?

Die meisten Solarmodule halten einer hoher Schneelast stand. Sie sollten sie also nicht freiräumen, es sei denn, es kommt zu erheblichem Schneefall. Auf das Dach zu steigen ist gefährlich und Sie können beim Schneeräumen die Anlage beschädigen (Kratzer, Bruch).

Sollte es an Ihrem Wohnort im Winter zu erheblichem Schneefall kommen, gibt es einige präventiven Maßnahmen: Bei stärkerer Neigung (> 30°) sowie bei Solarmodulen ohne Rahmen rutscht der Schnee ganz von selbst von der Anlage herunter.

Nun sind Sie also optimal vorbereitet und können Ihre Anlage gut in Stand halten. Mit regelmäßiger Pflege und Reinigung schützen Sie Ihre Anlage auch vor einem jährlichen Leistungsabfall von bis zu 15%. Die Reinigung sollten Sie am Ende des Winters durchführen, damit Sie die immer länger werdenden Tage optimal zur Energieproduktion nutzen können.

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