Sie möchten dank erneuerbarer Energien und einer energetischen Sanierung Geld sparen? Für Sie ist der Umweltschutz eine Herzensangelegenheit und Sie möchten „grün“ wohnen? Sie möchten in erneuerbare Energien für Ihr Eigenheim investieren? Bei Online-Recherchen stößt man auf zahlreiche Abkürzungen. Da fällt es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten und zu wissen, was genau gemeint ist. Die verschiedenen Abkürzungen stehen zumeist für Gütesiegel, die wiederum bei der Planung Ihres Öko-Projekts sehr hilfreich sein können. Wir haben versucht, etwas Licht ins Dunkel zu bringen...

Energielabels für Gebäude

Fall 1: Sie haben ein Haus gebaut

Und möchten energiesparende Geräte wie Solarmodule oder Hochleistungsisolierungen in dieses Haus integrieren. Um den Wert Ihrer Immobilie im Hinblick auf einen möglichen Wiederverkauf weiter zu steigern, können diese Labels für Sie interessant sein:

  • Label HPE (High Environmental Performance) 2012: m dieses Label zu erhalten, muss der Verbrauch Ihres Hauses 10% niedriger sein als der maximal zulässige Verbrauch für Haushalte.
  • HPE Enr 2012: Die Bedingungen für den Erhalt dieses Labels sind die gleichen wie beim vorherigen, mit der zusätzlichen Bedingung für die Installation von Systemen für erneuerbare Energien.
  • THPE (Very High Environmental Performance) 2005: Ihr Haus muss einen um 20% niedrigeren Energieverbrauch haben als der maximal zulässige Verbrauch für die Häuser.
  • THPE EnR 2012: Die Bedingungen für den Erhalt dieses Labels sind die gleichen wie beim vorherigen, mit der zusätzlichen Bedingung für die Installation von Systemen für erneuerbare Energien.
  • BBC (Low Consumption Building) 2005: Zeichnet ein Verbrauchsniveau deutlich unter den Höchstwerten für Wohnungen aus. Für Wohngebäude ist der Primärenergieverbrauch für den gesamten Verbrauch zusammengenommen nun auf 50kWh/m²/Jahr begrenzt. Dieser Wert war früher das Hauptvergabekriterium des BBC-Labels. Heute wurde das Label aber von anderen abgelöst und wird kaum noch genutzt.
  • BEPOS (Positive Energy Buildings): Dies sind Gebäude, die mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen.

Fall 2: Sie wohnen in einem Haus, das vor 2013 gebaut wurde (und nach dem 1. Januar 1948 fertiggestellt wurde)

Und dessen Energieeffizienz möchten Sie durch Renovierungsarbeiten oder die Installation von Anlagen für erneuerbare Energien verbessern. Dann könnten diese Labels interessant für Sie sein:

  • HPE-Renovierung 2009: Ihr Primärenergieverbrauch darf 150 kWh/m²/Jahr nicht überschreiten.
  • BBC-Renovierung 2009: Die Energieobergrenze wurde auf 80kWh/m²/Jahr festgelegt, mit möglicher Anpassung an Klimazonen und Höhenlage.
  • BEPOS: Dieses Label gilt auch für Altbauten, die eine Energieautarkie erreichen würden, insbesondere durch eine Photovoltaik- oder Windenergieanlage.

Qualitätssiegel für Solarmodule

Sie möchten die Zielwerte der verschiedenen Labels mit Solarmodulen erreichen? Dann treffen Sie bei Ihren Recherchen womöglich auf folgende Qualitätssiegel (zusätzlich zu den Zertifizierungen, die wir in einem zukünftigen Artikel besprechen werden) für Solarmodulen stoßen. Diese zwei Siegel sind die wichtigsten:

  • AQPV (Allianz für Qualität in der Photovoltaik): Dies ist ein französisches Label, das geschaffen wurde, um die Qualität und Herkunft von Photovoltaikmodulen zu garantieren. Um sie zu erhalten, müssen die Hersteller ihre Paneele in Frankreich herstellen oder montieren und sie einer Reihe von technischen und prüfungstechnischen Auflagen unterwerfen.
  • Stellungnahme des CSTB (Technischen und wissenschaftlichen Zentrum für Gebäude): Es handelt sich um ein Unternehmen, das die Haltbarkeit und Machbarkeit von systèmes Photovoltaikprodukten überprüft, die ihnen von Herstellern vorgelegt wurden. Sie geben dann eine technische Stellungnahme ab (die kein Label ist), können aber gute Informationen über die Qualität eines système geben.

Da fehlt noch was? Wir freuen uns über Ihre Ergänzungsvorschläge und Kommentare!

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