Noch immer sind nicht alle von der E-Mobilität überzeugt. Es fehlt an Infrastruktur und somit an Flexibilität für die Autofahrer. Es gibt eine vielversprechende Lösung für genau dieses Problem: Die Solarenergie könnte einen wichtigen Beitrag zur Mobilität von morgen leisten.

Die Solarbranche genießt derzeit einen immer stärkeren Aufschwung, die Preise werden immer erschwinglicher. Die E-Mobilität steckt in Deutschland jedoch immer noch in den Kinderschuhen. Es fehlt an Ladestationen, die Reichweite reicht nicht aus und die begrenzte Lebensdauer der Batterien ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor...

Die Minuspunkte der E-Fahrzeuge werfen die Bewegung immer wieder zurück. Rein wirtschaftlich gesehen bietet die E-Mobilität aber schon heute viel Wachstumspotenzial für das ganze Land.

I. Grüne Energie vor Ort produzieren, statt schmutziges Erdöl zu importieren

Der nächste Schritt, wenn man bereits ein E-Fahrzeug besitzt: Wie kann ich Strom für mein E-Auto kostengünstig und umweltschonend selbst produzieren?

Diese Frage betrifft natürlich nicht nur den Einzelnen, sondern die ganze Region bzw. sogar das ganze Land, also ganz Deutschland.

Schauen wir uns das Beispiel der Autostadt Stuttgart näher an: Die Stadt erstreckt sich auf knapp über 200 km2. Hier werden Jahr für Jahr unzählige Millionen Euro für Treibstoff ausgegeben - für Autos die im Stadtgebiet aufgrund des erhöhtem Verkehrsaufkommens häufig nicht viel schneller als 15 km/h fahren können. Das ausgegebene Geld geht vor allem an erdölexportierende Länder und die Aktionäre von großen Erdöl- und Erdgas-Konzernen. Diese investieren dieses Geld, um noch mehr fossile Brennstoffe zu fördern und so die Umwelt immer weiter zu belasten...

II. Die Solar-Revolution hat längst begonnen!

In Deutschland ist die Energiewende bereits im vollen Gange und auch international interessieren sich immer mehr Menschen für grüne Energie und umweltschonende Alternativen. Besonders in warmen Ländern und Regionen mit viel Sonnenschein stellt Solarenergie eine wahre Alternative dar. Im Süddeutschland investieren immer mehr Menschen in Solaranlagen und nutzen die natürlichen Gegebenheiten zur Energiegewinnung.

Aber kann man wirklich von einer Energiewende sprechen, wenn kritische Stimmen doch häufig betonen, dass Solarenergie nur einen geringen Teil des nationalen Strombedarfs decken kann?

Zwei Argumente sprechen dafür, dass Solarenergie die Zukunft ist:

Erstens passen Solarenergie und E-Mobilität perfekt zusammen. Mit Solarenergie kann man zwar keine E-Fahrzeuge über Nacht aufladen, aber das Fahrzeug lässt sich mit Sonnenenergie tagsüber am Arbeitsplatz, zuhause oder an öffentlichen Stromtankstellen aufladen. Solang die Sonne scheint, kann aufgeladen werden!

Zweitens lässt sich Strom mit Solarenergie zu immer wettbewerbsfähigeren Preisen produzieren. Nach und nach konnten grüne Alternativen umweltschädliche Stromproduktionsmethoden wie die Atomkraft in Sachen Kosteneffizienz einholen. Durch das graduelle Umdenken und das Abschalten von einigen Kraftwerken stieg zunächst auch der Strompreis für Verbraucher. Immer mehr wandten sich der Solarenergie zu, bis schließlich auch die Regierung zum Handeln gezwungen  wurde und begann Solaranlagen für den Eigenverbrauch speziell zu fördern. Und der Trend setzt sich fort. Das sind gute Nachrichten für alle Verbraucher und für alle E-Fahrzeug-Fahrer: Bald werden Sie Ihr Fahrzeug noch kostengünstiger aufladen können und Ihre Stromrechnung reduzieren können!

Noch hat die deutsche Energiewende allerdings noch lange nicht alle Länder erreicht. In Frankreich wird nach wie vor der Großteil des Stroms aus Kernenergie gewonnen. Es ist aber eine ähnliche Entwicklung wie in Deutschland zu erwarten - und zwar schon bald. Das liegt daran, dass die Photovoltaik-Branche zur Elektronikindustrie und nicht zur Elektroindustrie zählt. In der Elektronikindustrie finden Veränderungen nicht linear und deutlich schneller statt als in anderen Industrien wie etwa der Schwerindustrie (Energie, Bauwesen, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrtindustrie, Bahnindustrie...).

III. Träumen darf man ja...

Stellen Sie sich einfach vor, wie schnell sich unsere Welt verändern wird, wenn immer mehr Autofahrer verstehen, dass sie ihr Verhalten ändern müssen, bevor es zu spät ist. Wir alle müssen unseren Verbrauch an fossilen Brennstoffen reduzieren und daher neue Mobilitätslösungen für uns entdecken. Die meisten Autofahrer kommen zur ersten Erkenntnis, wenn sie sich vor Augen führen, wie häufig sie kurze Distanzen allein im Auto zurücklegen.  Ein 1,4 Tonnen-Fahrzeug mit nur einem Passagier für eine kurze Distanz zu bemühen, kann einfach keine nachhaltige Lösung sein. Auch der tägliche Weg zur Arbeit bietet viel Raum für Optimierung. Es gibt mittlerweile viele grüne Alternativen: Mitfahrgelegenheiten, Fahrgemeinschaften, öffentliche Verkehrsmittel oder das Elektrorad...

Auch bei den eher seltenen Fernreisen hat man die Wahl: Fahre ich alleine oder nehme ich nicht doch lieber den Zug oder eine Mitfahrgelegenheit? Meistens kann man auch hier auf das eigene Auto verzichten.

Nur ein umfassendes Umdenken kann uns wirklich weiterbringen und unsere Umwelt schützen. Lange Zeit galt das Auto als die schnellste, flexibelste, kostengünstigste und bequemste Lösung. Für alle Strecken, bei denen der Umstieg auf grüne Alternativen nicht so leicht ist, bietet die E-Mobilität Grund zur Hoffnung. Ein weiterer Pluspunkt bei der Energiewende mit E-Mobilität: nachhaltige, lokal produzierter Strom fördert die lokale Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze. Es wird Zeit für die Mobilität des 21. Jahrhunderts. Wir freuen uns drauf!